100 Bäume für 100 Jahre Frauennetzwerk

Soroptimistinnen pflanzen Bäume im Gießener Stadtwald

 

Das Frauennetzwerk Soroptimist International feiert in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag. Dieses Jubiläum nehmen viele der 223 aktuell in Deutschland existierenden Clubs zum Anlass für eine besondere Aktion. Unter dem Motto #PlantTrees werden in vielen Regionen Deutschlands von den Clubs Bäume gepflanzt und so ein Signal gegen Baum- und Waldsterben, ökologisch bedenkliche Monokulturen und das auf der Kippe stehende ökologische Gleichgewicht gesetzt.

Soroptimist International Club Gießen beteiligt sich ebenfalls aktiv an der Aktion und pflanzte nun 100 Baumsetzlinge im Schiffenberger Wald. Denn bereits der weltweit erste Club, der 1921 in Oakland/Kalifornien gegründet wurde, engagierte sich für den Erhalt der legendären jahrhundertealten Redwood-Bäume. Diese waren damals stark gefährdet. Sie dienten in den Jahrzehnten davor als Rohstofflieferant für die aufstrebende Industrie. Mit dem Holz eines Baumes, dem sogenannten „roten Gold“ konnte man mehrere Dutzend Häuser bauen.

Zusammen mit weiteren neu entstehenden soroptimistischen Clubs in Kalifornien schaffte es der erste Soroptimist International Club, das Bewusstsein für den Wert des Erhalts dieser Bäume zu schärfen. Ihnen gelang, in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, die noch stehenden Redwoods für die kommenden Generationen zu erhalten. 

„Einhundert Jahre später und angesichts des sich verschärfenden Klimawandels, wollen wir in Erinnerung an diese mutigen ersten Soroptimistinnen deren Idee in die Zukunft führen“, so Vize-Präsidentin der Gießener Soroptimistinnen Nicola Sommer.

Im Gießener Stadtwald wurden nun Baumhasel, Elsbeeren, Linden und Eichen, die als robust gelten und hoffentlich mit den geänderten Klimabedingungen gut zurechtkommen, von den Frauen in den Waldboden eingesetzt. Die Stadt Gießen hat sich sofort bereiterklärt zu unterstützen und eine Fläche zum Pflanzen der 100 Baumsetzlinge zur Verfügung gestellt. Das Liegenschaftsamt, vertreten durch Stadtförster Forstingenieur Ernst-Ludwig Kriep begleitete die Aktion dankenswerterweise tatkräftig. Finanziert wurden die Jungbäume durch Spenden der Clubmitglieder.

 

 

 

 




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